Der Sammelbegriff Kampfsport bezeichnet diverse Kampftechniken und -stile, bei denen keine Schusswaffen benutzt werden. Viele verstehen unter Kampfsport die asiatischen Kampfstile wie das japanische Budo oder das chinesische Kung Fu. Doch auch Boxen, Karate, Judo und auch Ringen gehören dazu. Fachleute unterscheiden zwischen Kampfsport und Kampfkunst. Während in ersterem der sportliche Wettkampf im Vordergrund steht, geht es in der Kampfkunst eher um Selbstverteidigung.
Kampfsport und Kampfkunst
Beim Kampfsport gibt es Wettkämpfe, die bestimmten Regeln unterliegen. Die Teilnehmer versuchen hier, besser zu sein als ihre Gegner. Waffen werden in den meisten Kampfsportarten nicht verwendet. Falls doch Waffen zum Einsatz kommen, so handelt es sich ausschließlich um Sportwaffen, damit die Verletzungsgefahr möglichst gering gehalten wird. Meistens werden die Wettkämpfe in den Kampfsport-Disziplinen als Zweikämpfe ausgetragen. Doch bisweilen sind auch andere Formen des Wettbewerbs zu finden.
Bei der Kampfkunst geht es wie bereits erwähnt in erster Linie um die Selbstverteidigung. Und zwar in realen Gefahren- und Konfliktsituationen, in denen es selbstverständlich keine Regeln gibt, an die sich die Gegner halten. Zu den Elementen der Kampfkunst gehören aus diesem Grunde auch Techniken, um den Gegner zu besiegen und darüber hinaus auch Strategien zur Vermeidung von Konflikten. Die Unterscheidung zwischen Kampfkunst und Kampfsport ist nicht eindeutig, denn die Übergänge sind häufig fließend. Viele Kampfsportarten stammen aus Asien, doch auch in anderen Teilen der Welt gibt es bestimmte Kampfsportarten, wie beispielsweise das brasilianische Capoeira oder das afrikanische Ringen.
Die bekanntesten Kampfsportarten
Die wohl bekanntesten Kampfsportarten stammen aus Japan. Hier wurde Aikido entwickelt, ebenfalls Judo, Ju Jutsu, Kendo, Iaido, Karate und auch Sumo. Aus Korea stammen Tae-Kwon-Do, Hap-Ki-Do und Teek-Kyon. Heng Kuen, Praying Mantis, Tai Chi Chuan, Shaolin oder Wing Tsun haben ihre Ursprünge in China. Doch auch Vietnam, Indonesien, die Philippinen, Thailand und Indien haben eigene Kampfsport-Techniken: Viet Vo Dao, Pencak Silat, Escrima, Muay Thai und Gatka.
Karate bedeutet auf Deutsch „leere Hand“ und ist eine der beliebtesten Kampfkünste. Diese waffenlose Technik zeichnet sich insbesondere durch Schlag-, Stoß-, Tritt- und auch Blocktechniken aus, hinzu kommen Fußfegetechniken. Beim Karate ist körperliche Kondition wichtig und das Training ist heutzutage meist eher auf sportliche Aspekte ausgerichtet. Wie auch beim Judo gibt es beim Karate unterschiedliche Gürtel, die so genannten Dans, die im Rahmen spezieller Prüfungen erworben werden können.
Beim Judo, was auf Deutsch „sanfter Weg“ bedeutet, geht es um das Prinzip Siegen durch Nachgeben. War das ursprüngliche Judo noch eine Kampfkunst, die auf Selbstverteidigung ausgerichtet war, handelt es sich beim modernen Sportjudo um eine Kampfsportart, die zur Leibersertüchtigung wie auch zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen soll. Deshalb sind statt der ursprünglichen Waffen-, Tritt- und Schlagtechniken nur noch Würfe, Fall- und Bodentechniken im Judo enthalten. Als Kung Fu werden im Westen meist mehrere chinesische Kampfkunstarten bezeichnet. In den 1960er Jahren wurde der Begriff durch Bruce Lee und die Martial-Arts-Filme populär gemacht.
Die unterschiedlichen Kampfsportarten erfreuen sich ungebrochen großer Beliebtheit. Viele Richtungen werden in Deutschland in speziellen Vereinen angeboten und unterrichtet. Darüber hinaus bieten auch viele Fitnessstudios Kurse in Kampfsport an. Da die Bandbreite beim Kampfsport so groß ist, gibt es für jeden Geschmack die richtige Richtung.
Foto: Forgiss – Fotolia.com






Bisher keine Kommentare
Einen Kommentar schreiben